Grabarten

In Deutschland haben sich im Laufe der Jahrhunderte unterschiedliche Grabarten herausgebildet. In der Regel bietet die Friedhofsverwaltung den Hinterbliebenen auf dem Friedhof verschiedene Grabarten an.

Wahlgräber

Wahlgräber können ein- oder mehrstellig sein. In der Regel ist das fertige Grabbeet bei einstelligen Gräbern 100 x 250 cm groß und verbreitert sich um 130 cm je weitere Grabstelle. Im Unterschied zum Reihengrab können Wahlgräber nach Ablauf der 1. Ruhezeit gegen Gebühr weiter genutzt und wieder belegt werden.

Reihengräber

Das Reihengrab (fertiges Grabbeet 75 x 180 cm) ist grundsätzlich ein einstelliges Grab mit einer Nutzungszeit ca. 15-20 Jahren (je nach Friedhof verschieden). Nach Ablauf dieses Zeitraums wird das gesamte Grabfeld eingeebnet. Eine Möglichkeit zur Verlängerung der Nutzungszeit besteht nicht.

Urnengräber

Urnengräber setzen zunächst einmal eine Feuerbestattung voraus. Man unterscheidet zwischen Urnenreihengräbern (60 x 60 cm) sowie zwischen Urnenwahlgräbern für 3 bzw. 5 Urnenbeisetzungen (80 x 80 cm bzw. 100 x 100 cm). Es gelten die selben Nutzungsmöglichkeiten wie bei Reihen- und Wahlgrab. Die Urnenwand (Kolumbarium) ist eine gemauerte Massenaufbewahrungs-Stelle für Urnen. Die Standzeiten lehnen sich an die Liegezeiten der Reihen- bzw. Wahlgräber an.

Anonyme Felder

Anonyme Rasengrabfelder dienen in der Regel zur namenlosen Urnen- und Sargbeisetzung. Lediglich auf großen Grabplatten können die beigesetzten Personen namentlich aufgeführt werden. Den Hinterbliebenen ist die genaue Bestattungsstelle nicht bekannt. Oftmals wird den Hinterbliebenen erst nachträglich schmerzlich bewusst, dass durch diese Bestattungsform auf eine wichtige Möglichkeit zur Trauerbewältigung verzichtet wurde.

Die anonyme Bestattung kann nicht rückgängig gemacht werden.